Zusammenfassung

Die digitale Produktion wird nicht nur die Herstellung, sondern auch die Bestellvorgänge und Lieferzeiten bei der Fertigung von Rollenhaftetiketten verändern. Die Produktkennzeichnung wird viel stärker in den Fertigungsprozess des Kunden eingebunden werden. In der Automobilindustrie ist dies sehr gut zu beobachten. Zulieferer sind stark in die Fertigung und den Takt der Werke eingebunden. Die Lagerhaltung ist stark zurück gefahren worden oder komplett aufgelöst.

Mit den tonerbasierten Digitaldruckvefahren wird heute eine stabile Qualität auf hohem Niveau produziert. Die komplett digitale Fertigung mit einer automatisierten Prozesssteuerung ist aber nur in wenigen Druckereien wirklich umgesetzt. Für die industrielle Fertigung besteht hier Handlungsbedarf, der mit dem wachsenden Angebot an schnelllaufenden Inkjetanlagen nur unzureichend abgedeckt wird. Für eine wirklich komplette digitale Fertigung fehlt es noch an erprobten Softwarelösungen und auch an der Bereitschaft der Druckbetriebe, hierfür Investitionen zu tätigen, die den eigentlichen Preis der Druckmaschine übersteigen können. Die Forderungen der Kunde werden diesen Umstellungsprozess aber bestimmt in den nächsten Jahren beschleunigen. Eine mögliche Verlagerung der Etikettenproduktion direkt in die Fertigungslinie des Herstellers kann sich dabei zu einer ernsthaften Umsatzeinbuße für den betroffenen Etikettendrucker entwickeln.