Laserschneiden

Mit Hilfe des Lasers können schmale Schnittfugen erzielt und somit Teile präzise geschnitten werden. Das Verfahren ist verzugsarm und macht in vielen Fällen Nacharbeiten überflüssig, da wenig Wärme in das Material eindringt und die meisten Materialien gratfrei geschnitten werden.

Geschnitten werden nahezu alle Werkstoffe, wobei Baustahl, Edelstahl und Aluminium den wesentlichen Anteil ausmachen. Andere Werkstoffe, die mittels Lasertechnik geschnitten werden, sind u.a. Holz, Kunststoffe, Glas und Keramik. Gegenüber alternativen Verfahren, wie etwa dem Stanzen, ist das Laserschneiden bereits bei sehr niedrigen Losgrößen wirtschaftlich einsetzbar. Das Laserschneiden schöpft sein anwendungstechnisches Potential im Wesentlichen aus der hohen Lokalität des Laserenergieeintrages, d.h. es profitiert von geringen Fokusdurchmessern, mit der Folge geringer Schnittspaltenbreite, hohen Vorschubgeschwindigkeiten und minimalem Wärmeeintrag.

Beim Schneiden von Papier setzen wir prozeßbedingt einen hochwertigen CO2-Laser mit hoher Strahlqualität ein. Durch Anbindung an einen Galvo-Ablenkkopf kann sowohl eine hohe Flexibilität als auch eine hohe Prozeßgeschwindigkeit von über 2000 mm/s erreicht werden. Zudem ist die Schnittqualität in der Regel erheblich besser als vergleichsweise beim mechanischen Vereinzeln in Form von Stanzen oder dem Rollmesser. Eine spezielle Steuerungstechnik erlaubt zudem das Schneiden mit einer on-the-fly Technik, d.h. das bahnförmige Material kann in-line ohne Geschwindigkeitsunterbrechung bearbeitet werden. Da die verwendeten Laser schnell modulierbar sind, können neben durchgängigen Schnitten auch Micro-Perforationen angebracht werden.Beispiele, bei denen bereits heute serienmäßig Papier, Folien oder Etiketten, mit dem Laser geschnitten werden, sind selbstklebende Etiketten, variable gestaltete Geschenkkarten oder Prototypen in mittlerer Stückzahl.